Badminton-Geschichte - Badminton-Trainer

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Badminton-Geschichte


Was ist Badminton?

Badminton ist ein Rückschlagspiel, dass mit einem Federball (genannt Shuttle) und jeweils einem Badmintonschläger pro Person gespielt wird.
Viele denken da gleich an Federball, wobei dies etwas ganz anderes ist.
Im Badminton ist es das Ziel, den Ball so über das Netz zu schlagen, dass die Gegenseite ihn nicht zurückschlagen kann.
Beim Federball-Spiel ist das Ziel eher, möglichst lange Ballwechsel zu machen; man spiel sich den Ball zu.
Badminton kann sowohl von zwei Spielern als Einzelspiel, als auch von vier Spielern als Doppel-Spiel (gleichgeschlechtlich) oder Mixed-Spiel (je Seite ein Mann und eine Frau) gespielt werden.

Yasmin Ramseier und Pascal Kaul


Früher

Bereits lange vor der Entstehung des Namens "Badminton" gab es viele verschidedene Spiele, die dem heutigen Federball ähnelten. In Indien hat man Höhlenzeichnungen gefunden, die beweisen, dass dort bereits vor 2000 Jahren mit abgeflachten Hölzern kleine, mit Hühnerfedern gespickte Holzbälle geschlagen wurden. Auch bei den Inkas und den Azteken waren Rückschlagspiele mit gefiederten Bällen bekannt. In Europa zur Zeit des Barock entwickelte sich ein, unter dem Namen "Battledore and Shuttlecock" oder "Jeu de Volant" bekanntes Federballspiel zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen des höfischen Adels. Ziel bei dieser Variante des Federballspiels war es, dass zwei Spieler sich mit einfachen Schlägern einen Federball so oft wie möglich zuspielen, ohne dass dieser den Boden berührt. Ein urkundlich erwähnter Rekord aus dem Jahre 1830 beläuft sich auf 2117 Schläge für einen Ballwechsel zwischen Mitgliedern der Somerset-Familie.

Das heutige Spiel verdankt seinen Namen dem englischen Landsitz des "Duke of Beaufort" aus der Grafschaft Gloucestershire. Auf diesem Landsitz mit dem Namen "Badminton House" wurde 1872 das, von dem britischen Kolonialoffizier aus Indien mitgebrachte und als Poona bezeichnete Spiel vorgestellt. 1893 wurde in England der erste Badmintonverband gegründet, und schon 1899 fanden die ersten "All England Championships" statt, die heutzutage unter Badmintonanhängern den gleichen Stellenwert haben wie das Turnier von Wimbledon für die Tennisfreunde.

Der neue Sport wurde sehr schnell bekannt und beliebt. Schwierigkeiten bereitete es nur, geeignete Sportstätten zu finden. Es musste oft an ungewöhnlichen Orten gespielt werden, denn die einzigen Windgeschützten Orte, bei denen es genug Platz gab waren  zu dieser Zeit die Kirchen. Das hohe Mittelschiff einer Kirche bot dem Federball freie Flugbahn, und die Kirchenbänke dienten den Zuschauern als Logenplätze. Mitte der 20er Jahre breitete sich der organisierte Badmintonsport vermehrt auch in Nordeuropa, Frankreich, Australien und Nordamerika aus, so dass bereits im Juli 1934 die "International Badminton Federation" (IBF), der Welt-Dachverband, heute "Badminton World Federation" (BWF), gegründet werden konnte.


Populär

Sehr beliebt ist Badminton in Europa, besonders in Dänemark und England, aber auch in anderen Ländern wird es immer bekannter. Ein richtiger Volkssport ist es aber vor allem in Malaysia, Singapur, Thailand, Indien und Korea und nicht zu vergessen in China, von wo auch immer wieder die Champions herkommen. In den Siegerlisten der bedeutenden internationalen Turniere findet man hauptsächlich chinesische oder asiatische Namen, auch einige dänische und einige (leider nicht allzu viele) andere europäische Namen. Derzeit sind 156 Nationen, mit insgesamt über 14 Millionen Spielern Mitglied in der BWF gemeldet.

Seit 1977 finden Weltmeisterschaften statt, seit 1983 alle zwei Jahre. Im Jahre 2006 wurde zu einem jährlichen Rhythmus übergegangen. Mit dem Davis-Cup im Tennis vergleichbar sind die Mannschaftsweltmeisterschaften im Badminton: seit 1949 der Thomas Cup für Herren-Nationalteams sowie seit 1957 der Uber Cup für Damen-Nationalteams. Im Jahre 1989 wurde der Sudirman Cup ins Leben gerufen, die offizielle Nationalmannschafts-Weltmeisterschaft für gemischte Teams (Damen und Herren). Das Turnier findet in einem zweijährigen Rhythmus statt und war ursprünglich an die Individual-WM gekoppelt. Seit 2003 wird der Sudirman Cup als eigenständige Veranstaltung ausgetragen.

Patricia Ramseier

Die damalige IBF führte 1983 den Grand Prix Circuit ein. Hier wurden die internationalen Meisterschaften der verschiedenen Länder zusammengefasst. Von 1983 bis 1999 wurde das Jahr stets mit dem Grand Prix Final abgeschlossen. Ein Turnier, bei dem die besten Spieler des Jahres gegeneinander antraten. Nach der Asienkrise Ende der 90er Jahre fand das Turnier nicht mehr statt. Im Jahre 2007 führte die BWF die "Super Series" ein, die den Grand Prix nach 23 Jahren ablöste. Zur "Super Series" gehören zwölf Turniere, bei denen die Turnierveranstalter ein Mindestpreisgeld von 200'000 US-Dollar aufbringen müssen. Acht Turniere finden in Asien und vier in Europa (England, Schweiz, Dänemark und Frankreich) statt.


Olympische Spiele

Bereits 1972 bei den Olympischen Sommerspielen in München war Badminton als so genannte "Demonstrationssportart" vertreten, wurde jedoch erst 1985 vom International Olympic Committee" (IOC) für 1992 ins olympische Programm aufgenommen. 1988 in Seoul konnte Badminton als Vorführsportart der künftigen olympischen Disziplin mit ausverkauften Wettkämpfen noch einmal punkten, ehe es 1992 in Barcelona mit vier Wettbewerben regulär im Programm der Spiele vertreten war. 1996 wurden dann alle fünf Disziplinen inklusive gemischtem Doppel bei den Spielen von Atlanta ausgetragen.

 
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